Abwasserhygienisierung in der Region Callao, Peru
In der ariden Küstenregion um die Hauptstadt Lima herrscht große Wasserknappheit.
Der Mangel an Wasser zwingt die lokalen Kleinbauern, unbehandeltes Abwasser zur Bewässerung ihrer landwirtschaftlichen Nutzflächen zu verwenden.
Aufgrund der Bewässerung von Kulturpflanzen mit dem unbehandelten Abwasser sind die landwirtschaftlichen Produkte seuchenhygienisch bedenklich. Die schlechte Ernährungs- und Seuchensituation spiegelt sich in einer großen Häufigkeit von Infektionskrankheiten wieder.
BioPlanta hat den Bauern eine kostengünstige und dezentrale Technologie zur Verfügung gestellt, die es ihnen ermöglicht, hygienisiertes Wasser für die Bewässerung ihrer landwirtschaftlichen Kulturen zu verwenden. Dies hat den Vorteil, dass die am Projekt beteiligten Bauern bessere Absatzmöglichkeiten für ihre - nun mittels eines Etiketts als unbedenklich gekennzeichneten - Produkte erzielen. Kleinflächige Constructed Wetlands auf landwirtschaftlichen Parzellen reinigen die benötigte Wassermenge zur Bewässerung der umliegenden Felder. Die angewandte Technologie kann aufgrund ihrer einfachen baulichen und technischen Beschaffenheit in Eigenleistung der Bauern vor Ort errichtet werden.
Im Zeitraum zwischen 2001 und 2003 konnten deshalb drei Anlagen, weitgehend in Eigenregie der Bauern, errichtet und in Betrieb genommen werden.
Des Weiteren wurde durch BioPlanta ein Constructed Wetland für die Abwasserhygienisierung in der Stadt Callao entworfen. Mit dem hygienisierten Wasser werden zukünftig städtische Grünflächen bewässert.