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Chinesische Fischzucht mit sächsischer Hilfe - Studie für saubere und günstige Aquakultur in Ezhou übergeben

Medieninformationen

157 / 2015

Sächsisches Staatsministerium

für Umwelt und Landwirtschaft

 

Ezhou / Dresden, 

22. Oktober 2015

 

Fischzucht in China könnte mit sächsischer Hilfe sauberer und effizienter werden. Das Leipziger Unternehmen Vita 34 AG hat dazu heute auf der China-Reise mit Staatsminister Thomas Schmidt in Ezhou die Ergebnisse einer Studie vorgestellt.

„Klar ist, für die Fischzucht braucht man Wasser von entsprechender Qualität“, so Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt. „Wenn die Aquakultur aber Umweltbelastungen produziert, dann sägt sie sprichwörtlich an dem Ast, auf dem sie sitzt“.

Die Vita 34 AG hat daher zunächst den Energie- und Wasserverbrauch von zwei Zuchtanlagen in Ezhou untersucht und die Effizienz der Produktion bewertet. „Dabei haben wir nachgewiesen, dass nicht die Spezies der Fische entscheidend ist, sondern das Umweltmanagement. Wir haben Defizite herausgefunden und können nun Vorschläge machen, was an den Anlagen verbessert werden sollte“, so Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender der Vita 34 AG. „So könnte das Frischwasser durch einfache Methoden mit Sauerstoff angereichert werden. In den Anlagen entstehendes Sediment könnte das Wasser belasten, es sollte daher beräumt, entwässert und kompostiert werden“.

Darüber hinaus sollte geeignete Messtechnik die Wasserqualität in den Zuchtanlagen permanent überwachen. Vorgesehen ist nun, zunächst eine Pilotanlage in China unter sächsischer Regie mit diesem Wissen zu betreiben.

„Hier zeigt sich, dass solche Forschungsarbeit zu weiteren Geschäften führen kann, wenn die richtigen Netzwerke bestehen“, freut sich Staatsminister Schmidt. Forschungsunternehmen aus Sachsen kennen die Hersteller der nötigen Technik. So können wir unseren Partnern in China nicht nur die Technologie anbieten, sondern dazu noch die erforderliche Technik“.

 

Produktion durch Phytoremediation angetrieben Energiepflanzen auf Schwermetall-degradierten Flächen als lokale Energieträger

Im Projekt Phyto2Energy wird der Einsatz von Energiepflanzen zur Phytosanierung an schwermetallhaltigen Standorten und Nutzung der Biomasse zur Energiegewinnung in dezentralen Biogasanlagen getestet und validiert. Vita 34 wird dazu über einen Zeitraum von 4 Jahren einen Feldversuch an einem Altlastenstandort im Norden von Leipzig durchführen.

Durch die Projektbeteiligten wird die gesamte Wertschöpfungskette untersucht und bewertet: Ausrichtung von Industriebranchen auf Energiepflanzenproduktion durch geeignete Managementstrategien, Rohstoffaufbereitung, Produktion von Biokraftstoffen bis zur Umwandlung in Energie in lokalen kleinen Anlagen in einer technisch machbar, umweltverträglichen und wirtschaftlich tragfähigen Weise.

Mit dem Vorhaben soll die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft gestärkt werden. In dem von der EU geförderten Vorhaben sind sechs Partner aus drei Europäischen Ländern (Deutschland, Polen und Rumänien) beteiligt, davon insgesamt drei Unternehmen und drei akademische bzw. wissenschaftliche Einrichtungen.

Weitere Informationen zum Projekt und den beteiligten Partnern finden Sie unter: www.phyto2energy.eu.